Übersicht
über die jetzigen Schulentwicklungs-AGs

A.    Außerschulische Lernorte – „Rauszeit“

Begründung:

Ausgangspunkt ist die Anpassung der Unterrichtsorganisation der Jahrgänge 7-9, in denen sich die SuS mehr oder weniger stark in der Pupertät befinden und häufiger Motivationsprobleme zeigen rein kognitive Aufgabenformate zu bearbeiten. Von daher ist die Grundidee die SuS mit möglichst vielen persönlichen Herausforderung zu konfrontieren, um folgende überfachliche Kompetenzen zu fördern:

  • sich in einem neuen Kontext erproben und bewähren müssen
  • lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen
  • ihre eigenen bisher geltenden Grenzen zu verschieben lernen
  • in ihrer Entwicklung zu selbstverantwortlichen und selbstbewussten Menschen nachhaltig unterstützt werden

Jugendliche sollen auch im schulischen Rahmen die Möglichkeit haben sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung entsprechend sinnvoll herauszufordern. Hierzu ist die Öffnung bzw. Anpassung der klassischen Stundentafel bzw. die methodisch/didaktische Ausrichtung des Fachunterrichts notwendig.

Ziel des Vorhabens

Evaluation/ Laufzeit

In diesem Zusammenhang hat sich die AG im Schuljahr 19/20 auf die Öffnung der Kurse der Leiste des Wahl/Pflichtunterrichts der Jahrgänge 7 und 8 konzentriert mit dem Ziel eine zweiwöchige “außerschulische” Projektwoche zu organisieren, die im Zeitraum November 2019 den Pflichtunterricht komplett ersetzt.

Diese “WPU-Wochen” werden von den jeweiligen Fachlehrer*innen in Unterstützung der Kolleg*innen geplant und durchgeführt, die ebenfalls hauptsächlich in diesen Jahrgängen unterrichten. Hierdurch kann ein vielfälltiges Angebot entstehen, das praxisnah (in Form von Austauschen, Exkursionen, Hospitationen) die SuS außerhalb des Kursraumes mit ihrem WPU-Fach konfrontiert. Konkret geht es bei den einzelnen WPU-Fächern um:

Französisch, Spanisch, Latein, Angewandte Naturwissenschaften, Radio, Graphik Design und Arbeitslehre

 

 

Das Vorhaben ist probeweise auf die einmalige Durchführung von der Gesamtkonferenz legitimiert. Es erfolgte eine umfassende Evaluation, die grundsätzlich positive Ergebnisse lieferte, so dass die AG-Leitung einen Antrag auf eine Wiederholung in den zukünftigen Jahrgängen 7 & 8 stellen wird.

B.    „Wir nehmen alle mit“- Förderung von Anfang an 

Begründung:

SuS haben unterschiedlichste Begabungen und kognitive und sozial-emotionale Entwicklungsstände. Will man jedes Kind auf seinem Weg möglichst individuell, fordernd und förderlich begleiten, muss man dafür ein System haben, das die Lernausgangslage der Kinder sorgfältig erhebt, daraus Lernziele für eine persönliche Lernplanung ableitet und in das Selbständige Lernen integriert. Möglichst viele Lernschritte sollten davon in der Gemeinschaft mit den anderen erfolgen, auch besonderer Förderunterricht (LRS, EPU) könnte anteilig im Klassenraum stattfinden.

Ziel des Vorhabens:

Evaluation/Laufzeit

Der Auftrag der AG besteht in der konzeptionellen Entwicklung und Erprobung der Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team.

Unsere bisherigen erfüllten Aufträge werden im Schuljahr 2019/20 dahingehend sinnvoll weitergeführt, indem wir zusammen mit dem erweiterten Kreis der relevanten Professionen (zwei sozialpädagogische Fachkräfte, fünf Förderschullehrerinnen und -lehrer, zehn Eingliederungshilfen) die Abläufe, Prozesse und groben inhaltlichen Überschriften des gemeinsamen Lernens in der Helene-Lange-Schule in einem Konzept klären und abbilden. Der ursprüngliche „Förderkreislauf“ wird durch dieses Modell ersetzt. Gleich daran bleibt, dass das Konzept durch das Schuljahr führt. Verändert ist u.a., dass wir die Komplexität der multiprofessionellen Zusammenarbeit besser bündeln und präzisieren, sowie auch inhaltliche Grobziele des Lernprozesses mitplanen wollen.

 

 

 

Bisher stand die Erarbeitung des Modells zur Multiprofessionalen Zusammenarbeit im Vordergrund unserer AG-Arbeit. Konkretere Erkenntnisse aus der Praxis werden sich im Schuljahr 20/21 ergeben. Die Gesamtkonferenz im Juni 2020 folgenden Antrag genehmigt:

“Die AG Inklusion beantragt, eine zweijährige Erprobungsphase des Konzepts zur Multiprofessionellen Zusammenarbeit im Jahrgangsteam. Dabei erproben die beiden nächsten neuen Jahrgangsteams mit Beginn der fünften Klasse einzelne Vorschläge und melden Veränderungs- und Ergänzungsvorschläge an die AG Inklusion zurück.

Die Rückmeldungen des kommenden neuen Jahrgangsteams bilden die Grundlage für unseren Entwurf eines Kooperationsvertrags mit dem rBFZ.

Die Rückmeldungen des darauffolgenden Jahrgangsteams (Schuljahr 2021/22) beziehen sich auf die Erprobung der Inhalte dieses (neuen) Kooperationsvertrags.”

 

C.    Erstellung eines Konzepts zur Hochbegabtenförderung

Begründung:

Seit dem Jahr 2000 ist die Helene-Lange-Schule Mitglied im Arbeitskreis Begabtenförderung hessischer Gesamtschulen, ein Mitglied der Schulleitung ist bereits an der ersten Broschüre des HKM über die Förderung begabter Kinder beteiligt gewesen.

Als Gütesiegelschule Hochbegabung ist es unser Anliegen, dass sich hochbegabte Schüler*innen als wertvolle und geachtete Schüler*innen mit ihren individuellen persönlichen, sozialen und intellektuellen Stärken, Schwächen und Interessen wahrgenommen fühlen. Aufgrund ihrer herausragenden intellektuellen Leistungen soll es Hochbegabten, sozial eingebettet in ihre Klassengemeinschaft, ermöglicht werden, durch alternative oder zusätzliche Aufgaben, Kurse und Wettbewerbe ihrem Niveau entsprechend gefordert und gefördert zu werden.

Ziel des Vorhabens:

Die hierzu gegründete AG Hochbegabung setzt sich seither mit den unterschiedlichen Unterrichtsmaßnahmen zur Förderung hochbegabter Schüler*innen auseinander.

Als Schule mit dem Gütesiegel Hochbegabung stehen wir zudem im regelmäßigen Austausch mit anderen Schulen, welche die Hochbegabtenförderung ebenfalls als einen Bestandteil des Schulprogramms verankert haben.

Im Rahmen der regelmäßigen Arbeit der AG Hochbegabung wurde ein Konzept erstellt, das in das allgemeine Förderkonzept für ALLE Schüler*innen eingebettet ist.
Die Lehrer*innen erhalten hierdurch weiterführende Informationen zum Thema Hochbegabung und werden angeleitet, durch geeignete Enrichment-Angebote die Schüler*innen innerhalb des Klassenverbandes angemessen zu fördern. Dabei eignet sich das pädagogisches Konzept der HLS mit Fokus auf projektorientiertem und offenem Lernen in besonderer Weise, um auf individuelle Stärken und Interessen einzugehen.

Ein quartalsweise erscheinender Newsletter mit innerschulischen und außerschulischen

Angeboten zur Vertiefung verschiedener Begabungen sowie Informationen zu Wettbewerben bildet seit dem Jahr 2019 einen weiteren Baustein der AG Hochbegabung. Dieser wird über die Klassenlehrer*innen an die Schüler*innen weitergegeben.

Die AG Hochbegabung berät auch Klassenlehrer*innen sowie Eltern und zeigt Möglichkeiten

begabungsdiagnostischer Verfahren bei ausgewiesenen psychologischen Fachexperten und Beratungsstellen auf.

Im Rahmen unseres Versuchsschulauftrages stellen wir unser Wissen anderen Schulen zur Verfügung, ebenso für Studierende: Seit dem Jahr 2020 ist die Leiterin der AG, Lea Eckert, u.a. als Lehrbeauftragte an der Goethe-Universität im Frankfurt tätig und bietet ein Seminar zum Thema Hochbegabung in der Schulentwicklung an.

Bei Interesse am Newsletter senden Sie gerne eine Email an:

 l.eckert@helene-lange-schule.de

D.    Entwicklung eines Konzepts für kompetenzbasiertes Lernen und Rückmelden an der HLS 

Begründung:

Die Neuausrichtung bisheriger Unterrichtsinhalte/ Projekte/ Konzepte für den Aufbau von Kompetenzen beinhaltet eine Weiterentwicklung schülerzentrierter und kompetenzorientierter Unterrichtsformen: Mithilfe von Kompetenzrastern können Lernende ihren aktuellen Lern- und Entwicklungsstand überprüfen, sich Ziele setzen und anhand bereit gestellter Materialien weitgehend eigenständig arbeiten.

Ziel des Vorhabens:

Evaluation/ Laufzeit

Es sollen Zeugnisse entwickelt werden, die möglichst individuell und differenziert Auskunft über den Leistungsstand von Schüler*innen in den einzelnen Fächern geben, Entwicklungen aufzeigen und transparent machen, in welchen Bereichen Förderbedarf besteht oder auf einem erhöhten Anspruchsniveau gearbeitet werden kann und sollte.

 

Die AG Kompetenzorientierung strebt konkret an:

  1. Zeugnisgespräche in den Jahrgängen 5 und 6 kompetenzbasiert zu führen und
  2. in den Jahrgängen 7 und 8 künftig in Ergänzung zu Ziffernnoten kompetenzbasiert Leistungsfortschritte rückzumelden,
  3. das Arbeits- und Sozialverhalten flächendeckend in den Jahrgängen 5-10 mit Hilfe von kompetenzorientierter Rückmeldemasken zu bewerten.

 

Für die Punkte 1+3 gibt es Gesamtkonferenzbeschlüsse aus den Schuljahren 18/19 und 19/20, die beide Vorhaben als schulische Praxis festhalten. Für das Schuljahr 20/21 geht es darum den Punkt 2 soweit zu entwickeln, dass auch dieser als Antrag in der Gesamtkonferenz eingebracht werden kann.

 

E.    Entwicklung und Erprobung eines kompetenzorientierten Medienkonzepts

Begründung:

Medienkompetenz als Element allgemeiner und beruflicher Bildung soll verstanden werden als 

  • Befähigung zum Umgang mit allen Medien und den Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik,
  • als Befähigung zur Nutzung der Medien zum Lernen und Gestalten,
  • als Urteilsfähigkeit beider Nutzung und gegenüber den Botschaften der Medien.

Die Einbeziehung von Kommunikations- und Informations-Medien in die Schule soll mit dazu beitragen, Formen des selbstgesteuerten Lernens, neue Möglichkeiten der Wahrnehmung, der Informationsgewinnung und der -verarbeitung  zu entwickeln und praktizieren. Eine kritisch-konstruktive Haltung der Schülerinnen und Schüler gegenüber den Verwendungs- und Verwertungszusammenhängen und eine positive Einstellung zum Datenschutz ist dabei ein wichtiges Ziel.

Die AG hat im Laufe ihres Bestehens ein Medienkonzept erarbeitet, welches konkret ausweist in welchem Fach und in welchem Jahrgang die die genannten überfachlichen Kompetenzen im Bereich mündiger Nutzung von Medien gefördert werden können. Als curriculare Basis wird das Medienkompetenztraining in den Jahrgängen 5&6 angeboten, in dem Fachlehrer und SuS der Jahrgänge 9&10 eine grundlegende Schulung in der Nutzung von Computersoftware anbieten.

 

Ziel des Vorhabens:

Evaluation / Laufzeit

Anlässlich der Weiterentwicklung des Medienkompetenztrainings als einem wichtigen Bestandteil unseres Medienkompetenzkonzepts wurde die AG mit dem Auftrag betraut, einen Erfahrungsbericht zur Umsetzung des beschlossenen Medienkompetenzkonzepts, insbesondere im Medienkompetenztraining im Rahmen der inklusiven Bildung vorzulegen. Um hierfür zentrale Gelingensbedingungen zu schaffen, bedarf es verschiedener Voraussetzungen in Hinsicht auf die Rahmenbedingungen multiprofessioneller Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren, dem personellen und zeitlichen Ressourcenbedarf und die Notwendigkeit (assistiver) analoger und digitaler Medien / Materialien, die bereits zur Verfügung stehen oder angeschafft werden müssen. Die AG erarbeitet hierzu einen Strukturplan als Grundlage zur Klärung der einzelnen Rollen und den damit verbundenen Aufgaben aller beteiligten Akteure.

 

 

Schuljahr 2019/20 zur Vorlage an die Gesamtkonferenz im Mai 2020.