Übersicht über die jetzigen Schulentwicklungs-AGs

A.    Außerschulische Lernorte – „Rauszeit“

Begründung:

Neugestaltung der Unterrichtsorganisation („aus der Schule herausgehen“) im 2. Hbj des Jahrgangs 8 und 1. Hbj des Jahrgangs 9, um Schülern, die sich in diesem Zeitraum mehr oder weniger stark in der Pupertät befinden und vom „traditionellen Unterricht“ nicht „abgeholt“ werden, vor eine persönliche Herausforderung zu stellen, bei der sie

  • sich in einem neuen Kontext erproben und bewähren müssen
  • lernen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen
  • hre eigenen bisher geltenden Grenzen zu verschieben lernen
  • in ihrer Entwicklung zu selbstverantwortlichen und selbstbewussten Menschen nachhaltig unterstützt werden
 

Ziel des Vorhabens:

Die AG

  • formuliert eine pädagogisch-didaktische Begründung, die auf entwicklungspsychologischen Erkenntnissen beruht, warum ein „außerschulischer Lernbereich“ gerade in dieser Jahrgangsstufe ausgebaut werden sollte.
  •  legt die inhaltlichen Parameter für außerschulische Projekte fest.
  • erarbeitet eine zeitliche Struktur für Unterricht und für die außerschulischen Projekte in den Jahrgängen 8/2 und 9/1.
  • erarbeitet eine neue Unterrichtsstruktur für die Zeit zwischen den außerschulischen Projekten.
  • beteiligt Schüler, Eltern und Lehrer an der Ausarbeitung der neuen Konzepte.
  • arbeitet mit außerschulischen Experten zusammen.
 

B.    „Wir nehmen alle mit“- Förderung von Anfang an 

Begründung:

Unsere Schule wird von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichsten Begabungen, kognitivem und sozial-emotionalem Entwicklungsstand besucht. Will man jedes Kind auf seinem Weg an der Hela individuell, fordernd und förderlich begleiten, muss man dafür ein System haben, das die Lernausgangslage der Kinder sorgfältig erhebt, daraus Lernziele für eine persönliche Lernplanung ableitet und in das Selbständige Lernen integriert. Möglichst viele Lernschritte sollten davon in der Gemeinschaft mit den anderen erfolgen, auch besonderer Förderunterricht (LRS, EPU) könnte anteilig im Klassenraum stattfinden.

Ziel des Vorhabens:

Am Ende nur Gewinner zu haben! Möglichst alle Kinder sollten die Schule mit dem für sie bestmöglichen Abschluss verlassen. Schülerinnen und Schüler, die uns mit kognitiven Schwächen, sozial-emotionalen Schwierigkeiten, aber auch mit besonderen Begabungen und außerordentlichen Stärken (z.B. Hochbegabung)begegnen, erfahren wie alle anderen, dass Lehrerinnen und Lehrer nicht nur Verständnis zeigen, sondern durch sorgfältige Lernplanung individuelle Wege anbieten. Der Blick aller am Lernprozess Beteiligten wendet sich vom defizitorientierten, anlassbezogenen Förderplan hin zum Lernplan für jedes Kind. Die strukturellen Bedingungen und organisatorischen Schritte für diesen Weg sind in einem Leitfaden abgebildet.

C.    Erstellung eines Konzepts zur Hochbegabtenförderung

Begründung:

Unserer Schule ist eine der Güte-Siegelschulen für Hochbegabte. U.a. deswegen gibt es an unserer Schule in jedem Jahrgang hochbegabte Schüler. Diese sollen mit ihren individuellen Stärken und Schwächen wie alle anderen Schüler auch bestmöglich gefördert werden.

Ziel des Vorhabens:

Erstellen eines zum Schulkonzept passenden Konzepts zur Hochbegabtenförderung an der Helene-Lange-Schule, das in das allgemeine Förderkonzept für ALLE Schüler eingebettet ist.
Die Lehrer sollen in die Lage versetzt werden, Hochbegabte zu erkennen und durch geeignete Enrichement-Angebote innerhalb des Klassenverbandes angemessen zu fördern. Dazu sollen geeignete Unterrichtsmaterialen und geeignete Fördermöglichkeiten in den einzelnen Fächern und Projekten erstellt und in einem Materialpool gesammelt werden.

D.    Entwicklung eines Konzepts für kompetenzbasiertes Lernen und Rückmelden an der HLS 

Begründung:

Die Neuausrichtung bisheriger Unterrichtsinhalte/ Projekte/ Konzepte auf den Aufbau von Kompetenzen beinhaltet eine Weiterentwicklung schülerzentrierter und kompetenzorientierter Unterrichtsformen: Mithilfe von Kompetenzrastern können Lernende ihren aktuellen Lern- und Entwicklungsstand überprüfen, sich Ziele setzen und anhand bereit gestellter Materialien weitgehend eigenständig arbeiten.

 

Ziel des Vorhabens:

Hauptziel: SuS der Jahrgangsstufen 5 bis 8 erhalten kompetenzbasierte Rückmeldungen in Form von Zeugnisgesprächen (5/6) und Zeugnissen (7/8) ohne Ziffernnoten.

Teilziele:                                                    

  1. Bereits vorhandene Konzepte zum kompetenzbasierten Lernen an der HLS sind gesichtet. Es ist entschieden ob und wie sie auch zukünftig für den Aufbau von Kompetenzen genutzt werden können.
  2. Für jedes Fach ist jahrgangsbezogen festgelegt, an welchen Kompetenzen schwerpunktmäßig zu welchen Inhalten gearbeitet wird.
  3. Kompetenzraster zu UE in M, D, E liegen vor und werden zur Selbst- bzw. Fremdeinschätzung des Lernfortschrittes genutzt.
  4. Materialien und Vorschläge für schülerzentrierte Unterrichtsformen, die den Kompetenzaufbau unterstützen, sind zusammengestellt und werden eingesetzt.
  5. Kompetenzraster werden als Grundlage für die Leistungsbewertung (Tests, Klassenarbeiten, Portfolio, Zeugnisgespräche etc.) verwendet.
  6. Das so entwickelte Konzept für den Aufbau von Kompetenzen in der HLS ist verabschiedet und wird umgesetzt.
 

E.    Entwicklung und Erprobung eines kompetenzorientierten Medienkonzepts

Begründung:

Medienkompetenz als Element allgemeiner und beruflicher Bildung soll verstanden werden als

  • Befähigung zum Umgang mit allen Medien und den Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik,
  • als Befähigung zur Nutzung der Medien zum Lernen und Gestalten,
  • als Urteilsfähigkeit beider Nutzung und gegenüber den Botschaften der Medien.

Die Einbeziehung von Kommunikations- und Informations-Medien in die Schule soll mit dazu beitragen, Formen des selbstgesteuerten Lernens, neue Möglichkeiten der Wahrnehmung, der Informationsgewinnung und der -verarbeitung  zu entwickeln und praktizieren. Eine kritisch-konstruktive Haltung der Schülerinnen und Schüler gegenüber den Verwendungs- und Verwertungszusammenhängen und eine positive Einstellung zum Datenschutz ist dabei ein wichtiges Ziel.

Ziel des Vorhabens:

Entwicklung und Begleitung der Umsetzung eines Medienkonzepts, das die Förderung der Medienkompetenz (bei Lernenden) und der medienpädagogischen Kompetenz (bei Lehrenden) zum Bestandteil des Schulkonzepts macht.

Das Medienkonzept soll folgende Bereiche umfassen:

  1. PC-Training,
  2. Aktive Medienarbeit unter Nutzung verschiedenster Medien,
  3. Veranstaltungstechnik,
  4. Medienordnung,
  5. IT-Infrastruktur.