Differenzierung

Die Helene-Lange-Schule geht vom Prinzip des Förderns, nicht des Aussortierens aus. Daher setzt sie bis zur 10. Klasse auf das Konzept der „inneren Differenzierung und der klasseninternen Differenzierung“. Die Schülerinnen und Schüler bleiben in nahezu allen Fächern in der Klasse zusammen. Die Klassengemeinschaft als zentraler Ort des Voneinander- und Miteinander-Lernens bleibt so durchgängig erhalten.

„Innere Differenzierung“ als durchgängiges Prinzip bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler verschiedene Angebote im Unterricht erhalten und unterschiedlich intensive Unterstützung erfahren.

„Klasseninterne Differenzierung“ meint, dass die Jugendlichen zwar in einen Grund- und einen Erweiterungskurs eingeteilt werden, aber nicht in unterschiedliche Kurse gehen, sondern zusammen bleiben. So können Übergänge fließend gestaltet werden.

Ab Klasse 7 werden die Jugendlichen in Englisch und Mathematik, ab Klasse 8 in Deutsch und Französisch, in Klasse 9 in Chemie und Physik in zwei Kursniveaus eingeteilt (Erweiterungskurs und Grundkurs). Sie verbleiben dabei jedoch in ihrer Lerngruppe. Gesetzliche Grundlagen dieser Regelung sind § 27,2 HSCHG und § 34,3 VOBGM.

Wir machen differenzierende Unterschiede:

  • In der Menge des Stoffes
  • Im Schwierigkeitsgrad der Aufgaben
  • In den Materialien, an denen Schüler/innen arbeiten,
  • In den Lernzugängen.

Die Notwendigkeit zu differenzieren wirkt sich auf die Organisation des Unterrichts aus und verändert die Unterrichtskultur. Wir praktizieren eine Mischung aus gemeinsamen und getrennten Unterrichtsphasen. Häufigkeit und Dauer von Trennungsphasen nimmt mit zunehmendem Alter zu. 

Wir differenzieren nicht dadurch, dass wir Kinder einer Jahrgangsstufe in unterschiedlichen Räumen von verschiedenen Lehrern unterrichten lassen. Die Schüler/innen bleiben im Unterricht zusammen, auch wenn sie nicht immer mit denselben Aufgaben beschäftigt sind. Auf diese Weise profitieren die 

leistungsschwächeren von den leistungsstärkeren Schülern. Diese wiederum werden häufig durch Nachfragen zu intensiverem Durchdenken angeregt. Auch tragen sie selbst dazu bei, anderen Wissen zu vermitteln – ein wichtiger Baustein für Teamarbeit.

In der klasseninternen Differenzierung bekommen die leistungsstärkeren Schüler/innen schwierigere, thematisch andere oder umfangreichere Aufgaben. Leistungsschwächere Schüler/innen bekommen zusätzliche Übungsmöglichkeiten für grundlegende Fertigkeiten und ergänzende, veranschaulichende Materialien.

Die Einstufung in E- und G-Kurse im Klassenraum ermöglicht uns:

  • Die Note in den differenzierten Fächern auf die Anspruchsniveaus zu beziehen,
  • Rücksicht auf unterschiedlichen Leistungsfähigkeit zu nehmen, ohne diese Unterschiede sofort auf die traditionelle Dreigliedrigkeit zu beziehen,
  • Druck von den Leistungsschwächeren zu nehmen, ohne ihnen die Aufstiegsmöglichkeiten zu verbauen,
  • Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu fördern,
  • Die Differenzierung flexibel zu handhaben,
  • Die Beziehung zwischen Schülern, Lehrern und Eltern kontinuierlich zu erhalten.